GGL fordert flexiblere Rahmenbedingungen für das deutsche Glücksspiel
Avery Schröder · Sep 27, 2026

GGL fordert flexiblere Rahmenbedingungen für das deutsche Glücksspiel

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens eine Anpassung der bestehenden Glücksspielregelungen angemahnt, da der Online-Markt sich schneller entwickelt als der Staatsvertrag aktualisiert werden kann. Die Behörde beaufsichtigt derzeit 129 lizenzierte Anbieter sowie 229 autorisierte Websites und verzeichnet einen deutlichen Anstieg von Verbotsverfahren. Eine wissenschaftliche Studie zeigt, dass regulierte Angebote im Jahr 2024 etwa 77 Prozent des Online-Glücksspielmarkts ausmachten.
Hintergründe zur Entwicklung der GGL
Seit ihrer Gründung vor fünf Jahren hat die GGL die Aufsicht über den legalen Sektor übernommen und gleichzeitig Maßnahmen gegen illegale Plattformen verstärkt. Die Behörde berichtet von einem kontinuierlichen Wachstum der lizenzierten Angebote, während parallele Verbotsverfahren zugenommen haben. Diese Entwicklung verdeutlicht die Herausforderung, regulatorische Vorgaben mit der Dynamik digitaler Märkte in Einklang zu bringen.
Aktuelle Marktdaten und Kontrollmaßnahmen
Im Jahr 2024 entfielen laut der zitierten Studie rund 77 Prozent des Online-Glücksspielvolumens auf regulierte Anbieter. Die GGL hat in diesem Zusammenhang die Zahl der Verbotsverfahren deutlich erhöht und illegale Websites blockiert. Solche Schritte dienen der Durchsetzung des Staatsvertrags, stoßen jedoch an Grenzen, wenn neue Angebotsformen schneller entstehen als gesetzliche Anpassungen erfolgen können.

Beobachter verweisen darauf, dass die Behörde 129 Betreiber und 229 Websites unter ihrer Aufsicht führt. Diese Zahlen spiegeln den Ausbau des regulierten Segments wider, während gleichzeitig der Bedarf an schnelleren Anpassungsmechanismen deutlich wird. Die GGL betont, dass starre Regelwerke die Reaktionsfähigkeit auf technologische und marktspezifische Veränderungen einschränken.
Forderung nach Anpassungsfähigkeit
Die GGL schlägt vor, bestehende Regelungen flexibler zu gestalten, damit neue Entwicklungen im Online-Glücksspiel schneller integriert werden können. Solche Anpassungen sollen den Schutz der Spieler aufrechterhalten und gleichzeitig verhindern, dass illegale Angebote weiter wachsen. Die Behörde sieht in einem dynamischeren Regelwerk eine Möglichkeit, den regulatorischen Rahmen an die tatsächliche Marktsituation anzupassen.
Studien und Berichte der GGL zeigen, dass Verbotsverfahren in den vergangenen Jahren zugenommen haben. Diese Maßnahmen richten sich gegen Plattformen ohne Lizenz und ergänzen die Überwachung der 229 autorisierten Websites. Die Kombination aus Lizenzierung und Vollzug bildet nach Angaben der Behörde die Grundlage für einen geordneten Markt, der 77 Prozent des Volumens im Jahr 2024 abdeckte.
Ausblick auf regulatorische Weiterentwicklungen
Die Diskussion um flexiblere Regelungen findet in einem Umfeld statt, in dem Online-Glücksspiel kontinuierlich neue Formate hervorbringt. Die GGL hat in diesem Kontext darauf hingewiesen, dass der Staatsvertrag in seiner jetzigen Form nicht ausreichend auf solche Veränderungen reagieren kann. Eine Anpassung der Verfahren könnte dazu beitragen, dass lizenzierte Anbieter schneller auf Marktentwicklungen eingehen und gleichzeitig die Kontrolle über illegale Aktivitäten verbessert wird.
Abschluss
Die GGL hat mit ihrem Appell für mehr Flexibilität einen zentralen Punkt der aktuellen Regulierungsdiskussion angesprochen. Die Kombination aus fünfjähriger Aufsichtserfahrung, 129 lizenzierten Betreibern, 229 Websites und einem regulierten Marktanteil von 77 Prozent im Jahr 2024 unterstreicht sowohl die Fortschritte als auch die bestehenden Herausforderungen. Die Behörde setzt weiterhin auf eine Kombination aus Lizenzierung und verstärkter Durchsetzung, um den sich wandelnden Bedingungen des Online-Glücksspiels gerecht zu werden.